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ZEISS-Universal-Großplanetarium



Abbildung ZEISS-Universal-Grossplanetarium, Link zur Bildvergroesserung



Das ZEISS-Universal-Großplanetarium ist das älteste noch erhaltene Gerät seiner Art. Es ist das alte Dresdner Großplanetarium, das 1926 als fünftes Instrument, wenige Tage nach dem Jenaer und einige Wochen nach den Großplanetarien in Wuppertal, Leipzig und Düsseldorf aufgestellt wurde. Die drei letztgenannten wurden im zweiten Weltkrieg zerstört, die Jenaer Kuppel blieb zwar als einzige unbeschädigt, jedoch war das Instrument bereits bei Kriegsbeginn nicht mehr das originale. Vom Dresdner Planetarium blieb nur das Gerät erhalten, es war während des Krieges ausgelagert. Die unmittelbar neben dem Botanischen Garten errichtete, mit 550 Sitzplätzen versehene 25 m-Kuppel wurde am 13. Februar 1945 beim Luftangriff auf Dresden zerstört.


Adresse der Sternwarte "Adolph Diesterweg" Radebeul, Link zur E-Mail-Adresse


Seit 1984 steht der Südhimmelprojektor des alten Dresdner Planetariums als Ausstellungsstück im Foyer der Sternwarte.

Ein Planetarium besteht aus einer Vielzahl von Diaprojektoren. Allein in der großen Messingkugel sind an deren Sphäre 16 Projektoren für die Fixsterne der südlichen Himmelshalbkugel untergebracht. In der Mitte der Kugel befindet sich eine Glühlampe, deren Licht mittels großer, stark gekrümmter Kondensorlinsen auf die Diapositive gebündelt wird. Diese wiederum bestehen aus 0,015 mm dünnen Kupferfolien, in die 8900 Löcher mit Durchmessern zwischen 0,023 mm und 0,750 mm von Hand gestochen wurden. Diese Löcher wurden durch die Projektionsobjektive in 12 m Entfernung als unterschiedlich große und damit verschieden helle Lichtpunkte (künstliche Sterne) abgebildet. Erwähnenswert sind der Sternbildnamenprojektor, sowie der seitlich angebrachte Milchstraßenprojektor mit dem Quecksilberhorizont. Er garantiert, daß die Milchstraße nur an die Kuppel und nicht auf den Fußboden projiziert wird. Der offene Gittertubus be-
herbergt auf den einzelnen Etagen die Planetenprojektoren. Sie sind doppelt ausgeführt, weil man zunächst glaubte, dass die Verstrebungen des Tubus die Planetenbilder eines Projektors zu stark abdunkeln würden. Die Projektoren werden über Getriebe bewegt. Letztere sind außerordentlich kompliziert aufgebaut, gestatten es jedoch, die Stellung der Planeten gegenüber dem Fixsternhimmel mit großer Präzision über Jahrtausende hinweg darzustellen.

Abbildung Suedhimmelprojektor des alten Dresdener Planetariums, Link zur Bildvergroesserung

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